Skyman / Kainberger Michael

Skyman_Zweitflug

Eigentlich sollte das ein Winterprojekt werden, also für einen Zeitpunkt, an dem sich die Flugaktivitäten aus klimatischen Gründen im unseren Breitengraden automatisch reduzieren und ich bereits einige Flugstunden auf meinem Sender vorweisen kann. Aber aus irgendwelchen Gründen war der Finger im online-shop plötzlich auf „Bestellen“ und das Hochregallager in Inzersdorf konnte wieder einen Warenausgang verzeichnen 😉

Der Bausatz
Der Bausatz umfasst die Bauteile des Skymans aus dem Werkstoff Depron, diese sind bereits vorgefräst und werden mit einem Skalpell aus den 3mm bzw. 6mm starken Platten an den Stegen herausgetrennt. Zusätzlich liegen dem Bausatz ein aus 6mm Birkensperrholz gefräster Motorträger, ein Kiefernstab zur Befestigung des Motorträgers sowie 2 Kohlefaserstäbe zur Anlenkung der zur Steuerung notwendigen beweglichen Unterschenkel und ein ausführlicher Bauplan bei. Zusätzliche Infos & Tipps gibt’s zudem auf der Homepage des Konstrukteurs. Wer sich bereits vorab ein Flugvideo ansehen möchte, der findet dies sowohl auf Youtube als auch auf der Internetseite des Konstrukteurs.

Skyman_Bausatz

Ich habe mich für den optional erhältlichen Antriebssatz entschieden, dieser beinhalten alle notwendigen Teile wie Regler, BL-Motor, Luftschraube, 2 Servos, O-Ringe, den Prop-Saver, 1 Servoverlängerungskabel, einen Akku usw.

Der  Zusammenbau
Bewaffnet mit 2 Tuben UHU-por ist der Zusammenbau eigentlich ziemlich rasch erledigt, auch hier gilt jedoch: wer bereits jetzt genau und sauber arbeitet, der erspart sich später lästige Ausbesserungsarbeiten. Für mich als Anfänger hat die Verwendung von UHUpor einen entscheidenden Vorteil: im Gegensatz von Sekundenklebern hat man hier noch ausreichend Zeit für Feinjustierungen und Korrekturen. Der Nachteil dabei ist, dass die Klebestellen einige Stunden bis zur kompletten Aushärtung benötigen, wer aber mit etwas Feingefühl arbeitet kann auch getrost am Zusammenbau weiterarbeiten. Für die Kniegelenke habe ich mich gegen das laut Bauanleitung empfohlene Glasfilamentband und für ein strapazierfähiges selbstklebendes Gewebeband entschieden, wollen wir mal hoffen, dass sich das nicht als Nachteil erweist und sich die Unterschenkel im Flug verabschieden und nur mehr an den Anlenkungen baumeln.

Der beiliegende Kiefernstab wird mit dem Rumpf und der „Rückenflosse“ verklebt. Im Anschluss daran kann der vorab etwas ausgefeilte Mototräger (mit den vom Konstrukteur vorgegeben Stürzen von 5-6° nach unten und 5-6° nach rechts) auf dem Kiefernstab verklebt werden. Das Streichholz sowie das Isolierband auf dem Bild dienten übrigens nur zur Befestigung bis zur Aushärtung des Leims und wurden natürlich wieder entfernt 😉

Jetzt kann mit der Bemalung des „Albinos“ begonnen werden, der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt, ich habe mich bei meinem Modell für ein vom Original abweichenden „Superman“-Design entschlossen.

Ob dabei ein Pinsel oder eine Rolle verwendet wird, entscheidet man selbst, für größere Flächen wird ein Auftrag mit einer kleinen Rolle ein gleichmäßigeres Ergebnis bringen.

Wer Farben verwendet,welche nicht auf Acryl-Basis beruhen, testet diese am Besten auf einem der zahlreichen Depron-Reste aus…übrigens: Depron und Aceton sind absolut KEINE Freunde und reagieren mit heftiger Zerstörungswut…wobei Depron klar verliert ;-).

Die Fertigstellung

Nach der Bemalung ist nun der Antrieb an der Reihe, hierbei empfiehlt es sich, insbesonders die Komponenten wie  Motor, Akku, Regler und Empfänger zunächst provisorisch zu verlegen und behelfsmäßig zu fixieren. Der vom  Konstrukteur vorgegebene Schwerpunkt des Flugmodells sollte jedenfalls so genau wie möglich eingehalten werden,  er befindet sich exakt 225 mm von der vordersten Kopfkante entfernt. Dies ist für das spätere Flugverhalten von  großer Bedeutung. Für die Anlenkungen liegen dem Bausatz 2 Stück Kohlefaserstäbe, 2 Metalldrähte sowie 2  Schrumpfschläuche bei. Ich habe für mein Modell jedoch Überreste aus meiner „ASW-17“ (da war doch mal was) verwendet, dort waren Metalldrähte in einem transparenten Kunststoffrohr als Durchführung verbaut. Beide Servos werden an den bereits hierfür ausgesparten Stellen im Rumpf eingeklebt, anschließend die Anlenkungen verbaut. Ich habe mich für 2 Servo-Verlängerungskabel entschieden,
da ich den Empfänger ebenfalls im Kopfbereich angebracht habe.
Als letztes wird nun der Prop-Saver auf der Motorwelle montiert und darauf die mitgelieferte Luftschraube mit 2 O-Ringen gesichert. Der Konstrukteur empfiehlt laut Bauanleitung, vor dem Erstflug beide Beine in etwa 3-5° nach oben (d.h. in Normalfluglage nach hinten) zu trimmen.
Skyman_bemalt_a
Der Erstflug / 11.8.2012
Tja, das mit dem Erstflug ist so eine Sache. Sagen wir so: geflogen ist er, wenn auch nur kurz…Jedenfalls wird das vermutlich mein Herbst- bzw. Winterprojekt, die maximalen Ausschläge der Unterschenkel müssen auf alle Fälle erhöht werden, sonst wird das nichts…
Skyman_Erstflug
Der „Zweitflug“ – geht ja..äh, fliegt ja… / 15.9.2012
Nach der Verlängerung der Drähte, welche von den Servos zu den Anlenkungen an den Unterschenkeln führen und der Anbringung von Gabelköpfen und Löthülsen (zur Verringerung des Spiels), habe ich einen Vereinskollegen gebeten, mir den Skyman zu werfen. Mit was ich ehrlich gesagt nicht gerechnet habe: a) das Ding hob ab…b) ich konnte es steuern und c) sogar sicher & unbeschädigt wieder landen….

Die technischen Daten*:

Spannweite:                 1070 mm
Gewicht (incl. Akku):     450 g
Länge (über alles):        660 mm
Material Rumpf:             Depron
Material Flächen:           Depron
Frequenz:                     2,4 Ghz
Empfänger:                   FUTABA R617FS
Steuerung:                    Höhe, Motor
empfohlener Akku:        2S 1000 mAh LIxx
Ausführung:                   Bausatz
Link zum Hersteller:        Modellbau Lindinger

*….alle Angaben ohne Gewähr