Taylorcraft / Staufenbiel

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Die TAYLORCRAFT AVIATION

Die TAYLORCRAFT AVIATION wurde im Jahr 1935 in Bownsville, Texas (USA) von Clarence Gilbert Taylor gegründet und produzierte einmotorige zweisitzige Hochdecker. Taylor war zuvor einer der beiden Inhaber der TAYLOR AIRCRAFT, der andere war kein geringerer als William T. Piper (welcher auch für die notwendigen Investitionen aufkam). Taylor wurde von Piper quasi vor die Türe gesetzt und Piper benannte das Unternehmen um in PIPER AIRCRAFT. Eines hatten jedoch beide gemeinsam: die Entwicklung von einfach zu produzierenden und damit kostengünstigen Flugmodellen. Piper entschied sich für einige Änderungen am damals gemeinsam entworfenen Basismodell Taylor Cub und schuf mit der neuen Piper Cub einen Klassiker in der Luftfahrt.
Zwar herrschte mit Ausbruch des zweiten Weltkrieges ein großer Bedarf an Leichtflugzeugen zu Schulungs- und Beobachtungszwecken, aber in den folgenden Jahrzehnten sanken die Produktionszahlen stetig und es wurden nur mehr eine sehr kleine Zahl an Flugzeugen gefertigt. Mitte der 60er Jahre kaufte das Ehepaar Dorothy & Charlie Feris das Unternehmen, nach dem Tod von Charlie wurde der Betrieb von Dorothy noch bis 1985 weitergeführt. Nachdem die neuen Eigentümer die Produktion bereits 1992 wieder einstellen musste, kaufte Harry Ingram das insolvente Unternehmen und verlegte den Firmensitz wieder zurück nach Bownsville, Texas. Nachfolgende Modelltypen wurden von TAYLORCRAFT in den vergangenen Jahrzehnten seit der Firmengründung produziert:  Taylor Cub, Taylorcraft A, -B, -D und -F, L-2, DCO-65 sowie Taylor Sport.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Taylorcraft_Aviation

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Das RC-Modell der „Taylorcraft F21B“ von DYMOND MODELLSPORT (Staufenbiel)

Um ehrlich zu sein: ich habe ja schon lange ein Auge auf die Taylorcraft als RC-Modell geworfen (nicht erst seit sich ein Vereinskollege eine solche im Herbst 2012 vom Hersteller HANGAR 9 zugelegt hat). Anfang Juli 2012 erschien dann mein Vereinskollege Elmar mit der etwas „kleineren Schwester“ vom Hersteller DYMOND MODELLSPORT bei uns am Platz und da habe ich mir mal vorsichtshalber das Vorkaufsrecht gesichert. Dazu muss man wissen, dass die Modelle von Elmar immer sehr begehrt sind, sie haben in der Regel meistens nur sehr wenige Flugstunden und sind garantiert absturzfrei, des weiteren kenne ich nur wenige Modellbauer, die ihre Modelle mit soviel Sorgfalt und Präzision bauen und behandeln wie Elmar dies tut.

Gekauft habe ich das Modell flugfertig (bis auf den Empfänger und den Akku), es wäre sehr schade gewesen, die so perfekt verbauten Einzelkomponenten wie Servos, Regler, Motor etc. wieder auszubauen und durch Neues bzw. Gebrauchtes zu ersetzen.

Die vom Hersteller mitgelieferten Moosgummi-Reifen mit einem Durchmesser von 65mm incl. weissen Radschuhen sind zwar hübsch anzusehen, bei einer Landung abseits der asphaltierten Piste wären damit aber unliebsame Überraschungen vorprogrammiert (bei einem Abstand zwischen Boden und Radschuhen von nur ca. 30mm !). Aus diesem Grund hat auch der Vorbesitzer größere Reifen aus Moosgummi mit einem Durchmesser von 110mm montiert. Reifen aus Moosgummi haben jedoch bei schweren Modellen einen entscheidenden Nachteil: bei längeren Standzeiten bilden sich Flachstellen an den Laufflächen die in Folge bei Start und Landung das Modell z.T. sehr heftig holpern lassen. Ich habe aus diesem Grund der Taylorcraft noch ein Paar Laufräder aus Vollgummi mit Alufelgen spendiert (Durchmesser 114mm). Ich werde mich dann demnächst noch auf die Suche nach passenden neuen Radschuhen machen.

Ich habe dann noch den Empfänger angeschlossen, den Sender programmiert und den Akku eingesetzt (der perfekt in Elmar’s selbst gefertigten „Nobel-Akkuschacht“ passte…). Dem Erstflug stand somit nichts mehr im Wege….

Der Erstflug
Samstag, 24.8.2013
Auch bei diesem Modell habe ich den Erstflug wieder alleine durchgeführt (mit Vereinskollege Peter als kompetente Unterstützung an meiner Seite). Zudem habe ich auch vor dem Erstflug keine Standfotos vom Modell gemacht (ich bin ja eigentlich nicht abergläubisch, aber bei meinen letzten Modellen hat mir dieses Prinzip bisher immer Glück gebracht…). Nach nochmaliger Kontrolle des Schwerpunktes, Messung der Stromstärke bei Voll-Last (ca. 40A mit dem 16×10″-Propeller und ca. 60A mit dem 18×10″-Propeller), Messung der Schubkraft (ca. 5,0kg mit dem 18×10″-Propeller), Anpassung der Gaskurve sowie der Endkontrolle der gesamten Ruderfunktionen stand dem Erstflug nichts mehr im Wege. Und es war eigentlich genau so, wie ich es mir vorgestellt hatte: die Taylorcraft fliegt sich im Grunde genommen wie meine gelbe Piper. In ausreichender Sicherheitshöhe dann der „Abschmier-Test“..Gas weg und kontinuierliches Höhe-Ziehen: die Taylorcraft wird langsam…und langsamer…und noch langsamer…beginnt dann erst allmählich mit den Tragflächen zu winken und so anzuzeigen, dass sie jetzt gerne etwas mehr Fahrt hätte…und erst dann schmiert sie ab. Vor der Landung habe ich dann einige langsame Überflüge durchgeführt, um zu sehen, wie langsam die Taylorcraft werden darf bzw. welche Grundgeschwindigkeit sie in etwa benötigt. Das Modell hat zwar keine Landeklappen, da auf unserem Modellflugplatz aber ausreichend Platz vorhanden ist, ist die Landung auch bei Windstille kein Problem.

Fazit: ein wunderschönes Scale-Modell in Top-Qualität und unkritischen Flugeigenschaften, eine wirkliche Bereicherung in meinem Hangar / Landeklappen wären schön aber nicht unbedingt notwendig.

Die technischen Daten*:

Vertrieb:                     DYMOND MODELLSPORT (Gustav Staufenbiel)
Hersteller:                   DONG GUAN FLIGHT MODEL CO, Ltd.
Baujahr:                     2013
Spannweite:               2.222mm
Länge (über alles):     1.500mm
Tragflächen-Inhalt:     70,0dm²
Gewicht (flugfertig):    4.500g
Schub (mit 18×10″):    5.000g
Maßstab:                     1:5
Material Rumpf:           Balsa / Sperrholz
Material Flächen:         Balsa / Sperrholz
Bespannung:               Oracover-Folie
Material Leitwerke:       Balsaholz
Material Motorhaube:    GFK
Material Radschuhe:     GFK
Steuerung:                     Höhe, Seite, Quer, Motor, (Schleppkupplung: vorübergehend noch nicht verbaut….)

Vom Vorbesitzer verbaute Komponenten*:

Regler:                        CASTLE CREATIONS Phoenix Ice Lite 100, max. 100A, includiertes 5A – BEC, Gewicht: 32g
Motor:                          PLANET HOBBY JOKER 5060-08, 377U/V, Gewicht: 377g
QR-Servos:                 2 Stk.  HITEC HS-485HB analog (kugelgelagertes Carbonit-Getriebe, Stellkraft: 6kg, Gewicht: 45g)
HR-Servo:                   1 Stk.  HITEC HS-485HB (-„-)
SR-Servo:                   1 Stk.  HITEC HS-485HB (-„-)
Luftschraube:              APC 16×10“

Von mir verbaute bzw. verwendete Komponenten*:

Flug-Akku:                   1 Stk. ROBBE Roxxy-Power 6S 4400 mAh 22,2V, Gewicht: 700g
Empfänger:                  FUTABA R6308SBT „Fasst“ 8 Kanal 2,4 Ghz (Telemetrie)
Laufräder:                    2 Stk. MBL Vollgummi-Reifen mit Alufelgen, Durchmesser 114mm, Gewicht à 100g
Luftschraube:              APC 18×10″
Schleppkupplung*:     1 Stk. E-R MODELLBAU Schleppkupplung, 2 getrennte Seilaufnahmen Belastbarkeit max. 100kg, Aluminium, Gewicht ca. 11g

*……alle Angaben ohne Gewähr