KYOSHO Piper PA-18 „Super Cub“

Kyosho PIPER PA-18 Super Cub
Kyosho PIPER PA-18 Super Cub

Fakten zum manntragenden Original der PIPER PA-18 Super Cub

Bei der PA-18 „Super Cub“ handelt es sich um ein zweisitziges Motorflugflugzeug des US-amerikanischen Herstellers PIPER AIRCRAFT CORPORATION, welches bereits seit 1949 gebaut wird. Bis heute wurden rund 40.000 Exemplare in unterschiedlichen Versionen produziert. Die PA-18 ist der Nachfolger der J-3, von dieser wurden im Zeitraum 1938 bis 1949 über 20.000 Exemplare gebaut. Die als Schulterdecker konzipierte PA-18 diente in erster Linie als Schulungs- und auch Aufklärungsflugzeug für militärische Zwecke.

(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Piper_PA-18)

Technische Daten der manntragenden PIPER PA-18-95 (Super Cub)

Hersteller:                           PIPER AIRCRAFT
Motor:                                  1 CONTINENTAL „C90-12F“ Kolbenmotor (ca. 90PS)
Länge:                                    6,83 m
Spannweite:                         10,73 m
Höhe:                                     2,02 m
Leergewicht:                        ca. 380 kg
Maximales Startgewicht:      ca. 590 kg
Reisegeschwindigkeit:         ca. 160 km/h
Maximale Reichweite:          ca. 580 km
Dienstgipfelhöhe:                 ca. 4.600m

Das RC-Modell der PIPER PA-18 „Super Cub“ von KYOSHO

Auch dieses Modell habe ich über das Forum bei RC-Network bezogen. Und da ich meine erste Piper Cub ja letztes Jahr ausgemustert hatte und ich mich zu dieser Zeit gerade mit einer ziemlich störrischen, sturen und eigensinnigen Bearcat herumärgerte, war es mal wieder an der Zeit für einen klassischen und gemütlichen Hochdecker. Bereits im Modell verbaut waren 5 Standardservos von CARSON sowie ein 7,5cm³ Methanol-Motor von HYPE, ein 210cm³ Tank und eine APC 10×8″-Verbrennerluftschraube. Mit dabei auch das Drahtfahrwerk mit 2 Moosgummi-Reifen mit einem Durchmesser von 80mm und die beiden Flächenstreben an den bereits verbundenen Tragflächen-Hälften. Also rein theoretisch wäre das Modell nach dem Einbau eines Empfängers, eines Empfängerakkus und einer Betankung flugbereit gewesen. Aber nach meinen Erfahrungen mit meiner FORD Flivver hielt sich mein Begeisterung für Verbrenner-Antriebe – insbesonders mit Methanol – eindeutig in Grenzen. Zudem hatte ich alle für die Elektrifizierung notwendigen Komponenten (BL-Motor, BL-Regler, E-Luftschraube und Flugakkus) vorrätig. Hier ein paar Fotos des Modells im ursprünglichen Zustand:

Die Motorisierung

Als Antrieb habe ich mich nach dem Ausbau des Verbrenner-Motord für einen gebrauchten Brushless-Motor von ROBBE-ROXXY entschieden, der 3545-10 sorgt in Verbindung mit dem 10×6″-Prop für ausreichend Vortrieb.

Die Tragflächen

Die beiden Tragflächenhälften waren vom Besitzer bereits zusammengeklebt und die beiden Servokabel der QR-Servos in der Mitte zusammengeführt worden. Hier habe ich lediglich die  beiden Kabel auf einen gemeinsamen verpolungssicheren Stecker zusammengeführt, dies ist einfacher beim Auf- und Abbau des Modells und es muss nicht jedesmal direkt am Empfänger „manipuliert“ werden. Bei den beiden verbauten CARSON-Standardservos habe ich längere Servohebel montiert (Grund siehe Bilder), die Gabelköpfe gegen Exemplare aus Metall getauscht und gesichert und die Steckverbindungen der Servo-Verlängerungskabel ebenfalls mit einem Schrumpfschlauch gesichert. Die beiden Flächenstreben sind fix an den Flächen montiert, diese werde ich jedoch noch etwas praktikabler und transportfreundlicher gestalten.

Die Leitwerke / Höhen- und Seitenruder

Die beiden Höhenruder als auch das Seitenruder waren bereits über Holzgestänge fertig angelenkt, hier habe ich lediglich – wie bei den Querrudern – die Gabelköpfe gegen Exemplare aus Metall ausgetauscht und gegen ein unbeabsichtigtes Öffnen gesichert.

Das Fahrwerk

Das Fahrwerk ist eine sehr stabile Drahtkonstruktion, welche bis zu einem bestimmten Grad auch noch eine gewisse Dämpfung bei der Landung leistet. Allerdings waren die relativ kleinen Moosgummi-Reifen nicht geeignet, ich habe diese gegen größere Luftreifen ausgetauscht. Danach noch die beiden Abdeckungen rechts und links montiert, das Ganze am Rumpf verschraubt, fertig.

Elektronik & Elektrik

Der von mir verbaute 70A-Regler bildet zusammen mit dem Motor und der Luftschraube ein ausgezeichnetes Team. Der Regler ist am Motorträger unter der Motorhaube befestigt und erfreut sich im Flugbetrieb über einen ausreichend Frischluftstrom. Der Akku findet im vorderen Teil des Rumpfs direkt vor dem Motorspant Platz, der Schwerpunkt des Modells passt auf diese Weise sehr gut.

Der Erstflug

Samstag, 8.8.2015

Nachdem mir Peter bei der Programmierung und der obligatorischen „freiwilligen technischen Abnahme“ behilflich war, stellte der Erstflug eigentlich kein großes Problem mehr dar, ein paar Trimmungen bei Höhe und Seite sowie (nach dem Flug) die Erhöhung der Expo-Werte bei Seite und Höhe, das war’s. Hier ein paar Bilder des „Gelben Engels“ nach erfolgreich absolviertem Erstflug:

Fazit:  endlich wieder mal ein Flugmodell für mich, ein relativ unkomplizierter Hochdecker. Da die Piper von KYOSHO eigentlich für den Betrieb mit einem Verbrenner gebaut ist, ist sie ein wesentlich schwerer als ein E-Modell, was ihr aber bei den Flugeigenschaften nicht von Nachteil ist. Zwar muss aktuell zum Akkuwechsel die Tragfläche demontiert werden, diesbezüglich wäre aber entweder der Einsatz von LiFe-Akkus ebenso denkbar, wie der Einbau eines Zugangs zum Akku an der Rumpfunterseite, mal sehen 🙂

Die technischen Daten*:

Spannweite:                 1.800mm
Gewicht (flugfertig):      2.950g
Länge (über alles):        1.810mm
Material Rumpf:           Sperr- und Balsaholz, mit Folie bespannt
Material Flächen:         Balsaholz, mit Folie bespannt
Material Leitwerke:       Balsaholz, mit Folie bespannt
Steuerung:                     Höhe, Seite, Quer, Motor
Hersteller:                      KYOSHO

 

Von mir verbaute Komponenten:
Motor:                          ROBBE-ROXXY „3545-10“
Flug-Akku:                   WELLPOWER LiPo 4S 5000mAh
Propeller:                     1x GRAUPNER „SUPER“ Nylon 10×6″
BL-Regler:                    70A
Empfänger:                   FUTABA“R617FS”
Frequenz:                     2,4 Ghz
Räder Hauptfahrwerk:   2 Stk. Luftreifen, ca. 102mm Durchmesser

 

Vom Vorbesitzer verbaute Komponenten:
QR-Servos:                   2 Stk. CARSON B 13374
HR-Servo:                     1 Stk. CARSON B 13374
SR-Servo:                     1 Stk. CARSON B 13374
*….alle Angaben ohne Gewähr