FunCub / Multiplex

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…das ist aber auch so eine Sache mit meinem „Winterprojekten“, schon wieder ist es erheblich früher fertig (Anfang August !) ..aber:  südlich des Äquators ist ja jetzt Winter….also passt’s ja wieder ;-).
Über die „FunCub“ bin ich eigentlich zufällig gestolpert (zum Glück nur sprichwörtlich), zum einen hat mir ein Kollege Bilder seiner FunCub gezeigt, zum anderen habe ich während meines Besuchs auf der Website des Herstellers das offizielle Flugvideo gesehen und war begeistert. Insbesonders die hervorragenden Langsamflugeigenschaften sowie die Möglichkeiten bei Start und Landung auf kürzesten Distanzen (auch in unwegsamen Gelände) haben mich dann zum Kauf bewegt.

Das Set
Im Gegensatz zum „Easy Glider“ habe ich mich bei der FunCub für das fertig gebaute Modell entschieden, zudem war der Bausatz nirgends lagernd und auch das Fertimodell war bereits bei den meisten Händlern mit geringen Lagerbeständen gekennzeichnet und ca. 14 Tage nach meinem Kauf bereits vergriffen.

Die Fertigstellung
Beim Fertigmodell wären an sich nur mehr wenige Restarbeiten erforderlich, wie zum Beispiel Montage des Fahrwerks mit den beiden „Tundra-Reifen“ am Rumpf, Befestigung der Luftschraube, Verklebung von Höhen- und Seitenleitwerk mit dem Rumpf sowie das Ausschneiden und das Aufbringen der Decals. Wie gesagt: wären….
Ich hatte jedoch bereits beim Kauf ein etwas anderes Bild meiner FunCub vor Augen. ..auch aus praktischen Gründen: weißes Modell vor bewölktem Himmel oder auch vor verschneitem Hintergrund: für mich als Anfänger nicht unbedingt das Idealste.. Und: ich wollte kleine bunte Lichtchen funkeln sehen  😉 Bei der Kabinenhaube habe ich durch die beiden Laschen, welche im Rumpf einrasten, eine dünne Stange mit ca. 10mm Überstand auf beiden Seiten angebracht, diese erleichtern das Öffnen der ziemlich stramm sitzenden Haube und sind auch beim Gebrauch von Handschuhen noch gut greifbar.

Das „Tuning“ – Einbau der LED-Beleuchtung
Um das Modell optisch etwas aufzuwerten, habe ich beim weltweit größten „Online-Auktionshaus“ einen Beleuchtungssatz des Herstellers „PMT – Bull Tec“ gekauft. Dieser beinhaltet die Platine sowie 6 LED’s mit je 600mm Anschlusskabel sowie ringförmige Clip-Einbauhalterungen zur Befestigung der LED’s.
Aufgrund der Flügelspannweiite von 1400mm mussten bei 4 LED’s (welche jeweils an den Flügelenden anzubringen sind) die Kabel um je ca. 25cm verlängert werden.
Da der Hersteller der FunCub leider keine Leerverrohrung zum nachträglichen Einbau einer Beleuchtung vorsieht, ist Eigeninitiative gefragt. Ich habe zur Kabelverlegung mit einem Skalpell ca. 6mm tiefe möglichst gleichmäßige Schnitte in das Material gemacht und die Kabel vorsichtig im so entstanden „Schnittkanal“ verlegt. Über den verlegten Kabeln noch eine weiße Nylonschnur als „Abschluss“ einlegen und das Ganze dann mit UHU versiegeln. Auf diese Weise sind sowohl die Optik als auch die Stabilität der jeweiligen Teile wieder weitgehendst hergestellt.  Die 2 LED’s, welche die Landescheinwerfer darstellen, sowie die beiden Positionslichter (1x grün und 1x rot) habe ich den Tragflächen eingelassen. Als Abdeckung diente eine feste PVC-Folie, welche mittels Heißluftföhn mit geringer Hitze dem Tragflächenprofil angepasst wird (hier gilt: lieber mäßige Hitze und länger als hohe Hitze und verformtes Elapor…).
Um alle Kabel, welche aus den Tragflächen in den Rumpf zum Empfänger geführt werden, etwas zu bündeln, habe ich diese gemeinsam in einem Spiralschlauch (wird im Sortiment des Baumarkts meines Vertrauens unter dem Begriff „Kabel-Organizer“ geführt…) zusammengefasst. Somit muss bei der Montage der Tragflächen vor dem Flug lediglich der Kabelstrang durch die Öffnung in den Rumpf geführt werden und zugleich wird auf diese Weise ein „Kabelsalat“ verhindert.

Das „Tuning“ – Dekor & Lackierung
Da ich als Anfänger wie bereits erwähnt bei der Farbe auf einen möglichst guten Kontrast zum Himmel bzw. zum Hintergrund Wert lege, habe ich mich für gelb entschieden. Doch vor der Grundierung ist u.a. Abkleben angesagt und hier gilt wie bei allen Malerarbeiten: wer präzise Vorarbeit leistet hat nachher weniger Ausbesserungsarbeiten zu erledigen. Insbesonders bei allen Gestängeanschlüssen, Servodrähten und sonstigen beweglichen Teilen sollte genauestens abgeklebt werden. Im Anschluß daran werden alle zu lackierenden Teilen mit einem sogenannten Primer vorbehandelt (ich wollte hier kein Risiko eingehen und habe mich für das Originalprodukt des Herstellers der FunCub entschieden). Nach ein paar Minuten „Ablüftungszeit“ kann der erste der beiden Lackiervorgänge durchgeführt werden. Auch bei der Farbe habe ich Originalprodukte verwendet, für die FunCub sind für 2 Lackiervorgänge 2 Spraydosen à 300ml notwendig. Beim Dekor habe ich lediglich bei den Kabinenfenstern auf den im Set enthaltenen Dekorbogen zurückgegriffen. Die restlichen Aufkleber habe ich mittels transparenter, bedruckbarer  und selbstklebender Folie (gibt’s z.B. im gut sortierten Büro- und Schreibwarenhandel) erstellt….auf diese Weise sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Als „finaler“ Akt folgte eine Schicht Klarlack über das gesamte Modell (auch hier: Vorsicht bei allen beweglichen Teilen !).

Und da war sie nun….meine FunCub…ich habe sie „La Banane“ getauft, Form und Farbe haben mich irgendwie an jene Frucht erinnert, welche lt. EU-Verordnung für den Verkauf in EU-Ländern mindestens 140mm lang und mindestens 27mm dick sein muss….und am Rande bemerkt: es entspricht nicht der Wahrheit, dass in dieser Verordnung auch der Krümmungsgrad vorgeschrieben wird, das ist ein Gerücht 😉

Der Erstflug
Samstag, 11.8.2012
Den Erstflug habe ich mich – wie bereits beim Easy Glider – meinem von mir für mich selbst ernannten „Fluglehrers meines Vertrauens“ Peter überlassen. Obwohl selbst den Steuerungsmodus 1 fliegend hat er sich meinen Sender umgehängt und mit Mode 2 die erste Runde mit meiner FunCub gedreht. Nach ein paar kleineren Abstimmungsarbeiten war’s dann für mich soweit und ich habe mittels Lehrer-Schüler-System die ersten beiden Flüge erfolgreich absolviert. Danach folgten dann am Wochenende weitere Flüge „im Alleingang“ und ich muss sagen: das Teil macht richtig Spaß. Nachdem dann noch ein 3S-Akku (anstelle des vom Händler empfohlenen 2S) eingelegt wurde, standen auch Flügen bei Windstärken von fast 40km/h nichts mehr im Wege. Ich kann die FunCup an dieser Stelle jedem Anfänger mit ein wenig Flugerfahrung ermpfehlen. Es verhält sich sehr gutmütig, kann selbst ohne den Landeklappen sehr langsam geflogen werden, passt sogar in zusammengebautem Zustand in die meisten PKW’s und kann auch in höherem Gras, auf Schotter oder etwas unwegsamen Gelände gestartet und gelandet werden…

 

Und jetzt heisst’s fliegen-fliegen-fliegen….ich habe da für nächstes Jahr nämlich schon was im Auge 😉

Die technischen Daten*:

Spannweite:                 1400 mm
Gewicht (incl. Akku):     1130g
Länge (über alles):       1050 mm
Material Rumpf:             Elapor
Material Flächen:           Elapor
Frequenz:                      2,4 Ghz
Steuerung:                    Höhe, Seite, Quer, Landeklappen, Motor
empfohlener Akku:        3S/2200-2600mAh LIxx
Ausführung:                   RTF
Link zum Hersteller:       MULTIPLEX